Ortsteil Unterwittighausen

Eckdaten (Stand: 31.12.2016)

Einwohner: 1.122
davon 563 männlich, 559 weiblich
Fläche: 1.151 ha

Breitengrad: 49° 36' Nord
Längengrad: 9° 50' Ost
Höhenlage: ca. 240 m (Ortsmitte)

Wappenbeschreibung

Wappen von Unterwittighausen

Das urspr. Wappen von Unterwittighausen zeigt einen weißen Schwan auf blauem Grund, ein Nachweis für die ehemalige Herrschaft derer von Rieneck, die in ihrem Helmzier ebenfalls einen Schwan führten.

Chronik

Pfarrhaus Unterwittighausen

Erstmals trat Unterwittighausen zusammen mit Oberwittighausen in einer Urkunde von 1060 in Erscheinung. Im Jahr 2010 wurde dieses Ereignis mit einem großen 950 Jahre-Dorffest gefeiert (siehe Wittighäuser Heft 1). Das erste urkundlich nachweisbare Geschlecht ist um 1131 ein "Cunradus de Wittigehusen". Um 1242 wird als Zeuge ein "Wintherus et Mezza de Wittiginhusen et Heinricus Reize" erwähnt.

Unterwittighausen war im Frühmittelalter ein Bauerndorf als Haufensiedlung, mit einer Mauer ringsum umgeben und zugänglich durch das obere und untere Tor. Westlich außerhalb des Dorfes im heutigen Gewann "Schloßberg" (auch Felsenkeller genannt) soll eine Burg oder ein Schloß "derer von Wittighausen" gestanden haben. Mitten hindurch ging die Straße des Königs von Grünsfeld Pfarrhaus kommend nach Simmeringen, worauf am 5. VIII. 1336 Kaiser. Ludwig der Bayer, dem Grafen Gerhard v. Rieneck in Grünsfeld sesshaft ein sog. Geleitsrecht verschrieb, weil er ihm im Krieg Hilfe leistete. Unterwittighausen teilt in den nachfolgenden Jahrhunderten das Schicksal des Amtes und des späteren Oberamtes Grünsfeld.

Die weitere geschichtliche Entwicklung ist bei allen Ortsteilen identisch: 1803 kamen die Orte zum Fürstentum Leiningen, 1804 an das Fürstentum Krautheim (Salm-Reifferscheidt-Bedbur) und 1806 zum Großherzogtum Baden.

Ein Strukturwandel brachte der Bahnbau 1865/1866. Aus einer reinen Bauerngemeinde entstand bis zur Neuzeit eine sog. gemischte Gemeinde mit über 200 Pendlern, darunter viele Flüchtlinge aus dem östlichen Raum.

Ortsname

Bis ins 14. Jahrhundert führte Unter- und Oberwittighausen den gemeinsamen Ortsnamen „Wittigehusen“. Die Namenserklärung zu Wittighausen wird in Forschergreisen mit „Haus de Wittige“ als richtig bezeichnet. 1369 hörte man erstmals von einer eigenen Ortsbezeichnung mit dem Namen „Nyderwyttichhusen“ aus dem später Unterwittighausen wurde. In einer Rieneckschen Urkunde von 1445 ist die Ortsbezeichnung "nydern Wittichhusen" dokumentiert.

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